Medien: Medienkonzentration
Die Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler moderner Demokratien, da eine Basis für mündige Entscheidungen der Bürger und Bürgerinnen im Zugang zu vielfältiger, gut recherchierter Information liegt. Medien haben also eine nicht unbeträchtliche Machtposition, da sie meinungsbildend wirken und dadurch auch Druck auf das politisches Geschehen ausüben können.
Die Pressefreiheit ist einer der Grundpfeiler moderner Demokratien, da eine Basis für mündige Entscheidungen der Bürger und Bürgerinnen im Zugang zu vielfältiger, gut recherchierter Information liegt. Medien haben also eine nicht unbeträchtliche Machtposition, da sie meinungsbildend wirken und dadurch auch Druck auf das politisches Geschehen ausüben können.
In Österreich herrscht auf diesem Sektor jedoch nur sehr geringer Wettbewerb; der gesamte Medienbereich (Print, TV, Radio, Verlagshäuser) befindet sich in der Hand weniger marktbeherrschender Medienkonzerne. Das größte Medienunternehmen Österreichs ist der staatliche Sender ORF, der hierzulande den TV-, Radio- und Onlinebereich dominiert, da anders als in Deutschland der Bereich der Privatsender nur sehr schwach ausgebaut ist. Die Styria Media Group vereint „Kleine Zeitung“, „Die Presse“, „WirtschaftsBlatt“, „Tele“, „Wiener“, „Wienerin“, „Die Furche“, „DIVA“, „miss“, „Antenne Kärnten“, „Antenne Steiermark“, „Sat.1 Österreich“, „Carinthia Verlag“, „Styria Verlag“ uvm. sowie mehrere Print-, Online- und Radiomedien in Kroatien und Slowenien. Die Mediaprint ist unter anderem an „Kronen Zeitung“, „Kurier“, „Profil“, „News“, „Format“, „trend“, „woman“, „TV Media“, „Krone Hitradio“, „Antenne“ sowie an den Bezirksjournalen und Bezirkszeitungen Wien und an zahlreichen anderen Medien beteiligt. In Vorarlberg dominiert das Medienhaus Eugen Russ den Medienmarkt: die beiden Tageszeitungen „Vorarlberger Nachrichten“ und die „NVZ (Neue Vorarlberger Zeitung)“, „Antenne Vorarlberg“, „Vorarlberg Online“ und anderen Medienangeboten.
Im Jahr 2009 wurde auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde vom Kartellgericht geprüft, ob die geplante Fusion von Styria mit der Moser Holding („Tiroler Tageszeitung“, „Bezirksrundschau“, „Weekend Magazin Tirol“, „Life Radio“, „tt.com“, „meinbezirk.at“, uvm.) in manchen Bundesländern einer Monopolstellung gleichgekommen wäre. Ein Zusammenschluss der beiden Medienunternehmen wurde schließlich nicht durchgeführt: er hätte einerseits bedeutet, dass die Informations- und Meinungsvielfalt und der unabhängige Journalismus stark in Bedrängnis geraten wären, und andererseits ein Monopol am Anzeigenmarkt entstehen lassen.
Quellen (Stand: 5.7.2010)
http://diezukunft.at/?p=886
http://www.frauenrat.co.at/archiv/2007/2007_01.htm
http://www.bwb.gv.at/BWB/Aktuell/Archiv2009/styria_moser.htm
http://www.datum.at/0909/stories/der-vom-monopol
