Skip to content.
Landtagswahlen 2010
in der Steiermark
Landtagswahlen 2010
im Burgenland
Landtagswahlen 2009
in Oberösterreich
Landtagswahlen 2009
in Vorarlberg
EU-Wahl 2009
am 7. Juni 2009
EU-Elections 2009
7th June 2009
Landtagswahlen 2009
in Kärnten.
Landtagswahlen 2009
in Salzburg.
Nationalratswahlen 2008
im September 2008.
Landtagswahlen 2008
in Niederösterreich.
Nationalratswahlen 2006
im Oktober 2006.
EU-Kabine
mit ausgewählten Fragen zur
Europapolitik.
Landtagswahlen 2005
im Burgenland, in Wien und
in der Steiermark.
Landtagswahlen 2004
in Kärnten und Salzburg.
Landtagswahlen 2003
in Oberösterreich und Tirol.
Nationalratswahlen 2002
im November 2002.
Home » Glossar » Bildung: Harmonisierung von Lehrplänen und Bildungsstandards EU-weit

Bildung: Harmonisierung von Lehrplänen und Bildungsstandards EU-weit

Die Harmonisierung der Hochschulsysteme innerhalb der EU ist im Rahmen des so genannten „Bologna-Prozesses“ geregelt. Ähnliche Ideen gibt es seitdem auch für Angleichungen des Pflichtschulbereichs; sie werden durch internationale Tests wie PISA verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert. Da die Schulsysteme der EU-Mitgliedsstaaten sehr verschieden sind (--> Glossareintrag „Gesamtschule“), wird vor allem die Angleichung nationaler Lehrpläne und Bildungsstandards für möglich gehalten.

Die Harmonisierung der Hochschulsysteme innerhalb der EU ist im Rahmen des so genannten „Bologna-Prozesses“ geregelt. Ähnliche Ideen gibt es seitdem auch für Angleichungen des Pflichtschulbereichs; sie werden durch internationale Tests wie PISA verstärkt in der Öffentlichkeit diskutiert. Da die Schulsysteme der EU-Mitgliedsstaaten sehr verschieden sind (--> Glossareintrag „Gesamtschule“), wird vor allem die Angleichung nationaler Lehrpläne und Bildungsstandards für möglich gehalten.

Kinder, deren Eltern ihren Wohn- oder Arbeitsplatz wechseln, soll so der Umstieg auf den Schulbesuch in einem anderen Mitgliedsstaat erleichtert werden. Ziel ist es auch, Austauschprogramme für Schüler und Schülerinnen leichter durchführbar zu machen. Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung: schulische Ausbildungen werden transparenter und Abschlüsse aus anderen Mitgliedsstaaten daher für Firmen leichter vergleichbar. Projekte wie der „Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen“ des Europarats werden gerne als geglückte Vorläufer gemeinsam formulierter Bildungsziele genannt. Auch die Betonung gemeinsamer europäischer Werte wäre durch gemeinsam formulierte Lehr- und Lerninhalte erleichtert.

Kritische Stimmen merken hingegen an, dass viele Erziehungs- und Bildungsinhalte stark regional geprägt sind und nicht vereinheitlicht werden können und sollen. Bereits jetzt werden der Europäischen Union zugrunde liegende Werte wie Menschenrechte in Lehrplänen aller Staaten berücksichtigt. Überdies haben auch manche Nationalstaaten kein einheitliches Bildungssystem: In Deutschland werden weite Bereiche des Schulsystems nicht durch der Bund, sondern durch die einzelnen Bundesländer bestimmt.

Die Harmonisierung der Bildungssysteme innerhalb der EU ist im Rahmen der „Lissabon Strategie“ zu sehen, die die EU im globalisierten Markt zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen will.

Quellen: (17.4.2009)
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2005:141:0007:0008:DE:PDF