Familie - Kinderbetreuung
Aktuellen Statistiken zufolge besuchen 80% der Dreijährigen und über 95% der Fünfjährigen zumindest zeitweise eine Kinderbetreuungseinrichtung in Österreich (1). Diese Zahlen zeigen einen enormen Anstieg in den vergangenen zehn Jahren, wobei die Nachfrage nach kostengünstigen Betreuungsplätzen höher liegt als das Angebot. Die meisten Betreuungsplätze ab dem Kleinkindalter („Kinderkrippen“) werden in Wien angeboten (421). Die meisten Kindergärten gibt es in NÖ (984). Die wenigsten Betreuungsplätze für Kinder finden sich im Burgenland (unter 30 Kinderkrippen) und in Vorarlberg (keine Kinderkrippen seit 2002/2003).
Aktuellen Statistiken zufolge besuchen 80% der Dreijährigen und über 95% der Fünfjährigen zumindest zeitweise eine Kinderbetreuungseinrichtung in Österreich (1). Diese Zahlen zeigen einen enormen Anstieg in den vergangenen zehn Jahren, wobei die Nachfrage nach kostengünstigen Betreuungsplätzen höher liegt als das Angebot. Die meisten Betreuungsplätze ab dem Kleinkindalter („Kinderkrippen“) werden in Wien angeboten (421). Die meisten Kindergärten gibt es in NÖ (984). Die wenigsten Betreuungsplätze für Kinder finden sich im Burgenland (unter 30 Kinderkrippen) und in Vorarlberg (keine Kinderkrippen seit 2002/2003).
Der Ausbau der Kinderbetreuung als integrative Maßnahme wird in Form des „Gratiskindergartenjahr“ in Wien und Niederösterreich betrieben. In Österreich sind über 60% der Kinderbetreuungseinrichtungen von einer öffentlichen Trägerschaft verwaltet, der Rest wird von privaten Initiativen, Firmen oder kirchlichen Einrichtungen geführt (3).
Befürworterinnen und Befürworter von Kinderbetreuung ab dem Kleinkindalter heben hervor, dass das Angebot kostengünstiger Kinderbetreuung Frauen entlastet, die den allergrößten Teil der Kinderbetreuung im privaten Rahmen übernehmen (nur 4% aller Väter nutzen die Möglichkeit der Väterkarenz). Der Wiedereinstieg in den Beruf soll Müttern gleiche Chancen und Unabhängigkeit ermöglichen. Als Argument dient auch die US-amerikanische „NICHD Study of Early Child Care”, der zufolge Betreuung ab frühestem Alter positive Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes hat, solange das Verhältnis zur Mutter intakt ist (4). Oftmals wird Kinderbetreuung auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht als Verantwortung von Einzelnen gesehen, weshalb das Angebot von Betreuungsplätzen befürwortet wird.
Gegnerinnen und Gegner (bzw. Kritikerinnen und Kritiker) verteidigen dagegen das klassische Familienbild als Grundlage der Gesellschaft und argumentieren, dass die Erziehung durch die Mutter immer noch die beste Erziehung sei. Mitunter wird berufstätigen Frauen auch eine Vernachlässigung des Kindes zum Vorwurf gemacht.
(1): http://www.bmwfj.gv.at/Familie/Kinderbetreuung/Seiten/Statistik.aspx
(2): http://www.familieundberuf.at/fileadmin/pdf/studien_literatur/wp_62_kinderbetreuung_bl-vergleich.pdf
(4): http://www.nichd.nih.gov/research/supported/seccyd/overview.cfm
